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Länder Europa: Liste, Anzahl und EU-Mitglieder – Alle Infos

Niklas Florian Schneider • 2026-06-27 • Gepruft von Daniel Becker

Wer sich für Europas Länder interessiert, stößt schnell auf unterschiedliche Zahlen – mal ist von 44, mal von 46 oder 27 die Rede. Keine dieser Angaben ist falsch, sie beziehen sich nur auf verschiedene Definitionen: das geografische Europa, die Europäische Union und den Europarat – und dieser Artikel zeigt, wie die Zahlen zustande kommen und welche Länder zu welchem Kreis gehören.

Anzahl der Länder in Europa (UN): 44 ·
Mitgliedstaaten der Europäischen Union: 27 ·
Mitglieder des Europarats: 46 ·
Fläche Europas: 10,18 Mio km² ·
Bevölkerung Europas: ca. 748 Mio

Kriterium Anzahl Beispiele
Geografisches Europa (UN) 44 Deutschland, Frankreich, Polen
Europäische Union 27 Deutschland, Frankreich, Polen
Europarat 46 Alle EU-Länder + Norwegen, Schweiz, Türkei

Kurzüberblick

1Bestätigte Fakten
2Was unklar ist
3Zeitleisten-Signal
4Wie es weitergeht
  • Beitrittskandidaten: Albanien, Montenegro, Serbien, Nordmazedonien, Türkei (Wikipedia – EU-Erweiterung)
  • Mögliche EU-Erweiterung um Westbalkan-Staaten (Wikipedia – EU-Erweiterung)

Sieben Kennzahlen, ein Muster: Die meisten Zählweisen überschneiden sich, unterscheiden sich aber in politischer oder institutioneller Logik.

Merkmal Wert Quelle
Fläche Europas 10,18 Mio km² Worldometer (Datenportal)
Bevölkerung ca. 748 Mio Eurostat (EU-Statistikbehörde)
Anzahl Länder (UN) 44 Worldometer (Datenportal)
EU-Mitglieder 27 Europäische Union (offizielle Seite)
Europarat-Mitglieder 46 Europarat (Menschenrechtsorganisation)
Höchster Berg Elbrus (5.642 m) Wikipedia (freies Nachschlagewerk)
Größter See Ladogasee (17.700 km²) Wikipedia (freies Nachschlagewerk)

Wie heißen die 47 Länder Europas?

Liste der 47 Länder (nach Europarat)

Der Europarat zählt 47 Mitgliedstaaten – diese Zahl wird oft genannt. Allerdings ist sie nicht mehr aktuell: Seit dem Ausschluss Russlands 2022 sind es 46 Mitglieder (Europarat – 46 Mitgliedstaaten). Die Liste der 47 umfasste alle souveränen Staaten auf dem europäischen Kontinent mit Ausnahme von Belarus und Kosovo. Wer die klassische Aufzählung sucht, findet sie in der Wikipedia – Liste der Staaten Europas (Nachschlagewerk).

Das Paradox

Die Zahl 47 ist eigentlich die historische Maximalzahl – heute hat der Europarat 46, die UN zählt 44. Wer also 47 sagt, bezieht sich auf eine überholte Definition.

Warum 47? – Die Rolle des Europarats

Der Europarat (Menschenrechtsorganisation, gegründet 1949) war lange Zeit das Gremium mit der größten Abdeckung europäischer Staaten. Er umfasst alle 27 EU-Länder plus viele Nicht-EU-Staaten wie Norwegen, Schweiz, Türkei und Ukraine. Seine Aufgabe: Menschenrechte, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit sichern.

Die Implikation: Wer sich auf die Europarat-Zahl bezieht, verwendet eine politisch-institutionelle, nicht rein geografische Zählung.

Unterschied zu anderen Zählweisen

Während der Europarat 46 zählt, kommen die Vereinten Nationen auf 44 Länder in Europa (Worldometer – Anzahl Länder Europa (Datenportal)). Die UN zählt nur Staaten mit überwiegend europäischem Territorium nach ihrer geografischen Gruppierung. So fallen etwa Zypern (geografisch Asien) und die Kaukasusstaaten Armenien, Aserbaidschan und Georgien in die UN-Regionalgruppe “Eastern European States”, werden aber von manchen Geografen nicht zu Europa gezählt (Vereinte Nationen – Regionalgruppen (Weltorganisation)).

Die Konsequenz: Wer die Europarat-Zahl verwendet, muss die politisch-institutionelle Logik akzeptieren – reine Geografie liefert andere Ergebnisse.

Wie viele Länder gibt es in Europa?

Verschiedene Definitionen: geografisch, politisch, kulturell

Die Frage nach der Anzahl europäischer Länder hat keine einzelne richtige Antwort. Sie hängt von der Definition ab: Geografisch wird Europa meist mit den Pyrenäen, dem Ural und dem Kaukasus begrenzt. Politisch zählen Organe wie EU und Europarat anders. Kulturell werden manchmal auch Länder wie die Türkei oder sogar Israel assoziiert – ohne formale Mitgliedschaft.

  • Geografisch (UN): 44 Länder
  • Politisch (Europarat): 46 Mitglieder
  • Politisch (EU): 27 Mitglieder
  • Inoffizielle Zählungen: bis zu 49 (mit Kosovo u. Ä.)

UN-Zählung: 44 Länder

Die Vereinten Nationen (Weltorganisation) unterteilen ihre Mitgliedsstaaten in regionale Gruppen. Europa wird dabei in Westeuropa und Osteuropa aufgeteilt. Die UN-Liste enthält 44 souveräne Staaten, ohne Mikrostaaten wie Vatikanstadt und Monaco, die zwar existieren, aber keine UN-Mitglieder sind.

Andere Quellen: 45–49 Länder

Einige Quellen, darunter das Staatenverzeichnis Europa – Österreich (behördliches Verzeichnis), führen bis zu 49 Einträge, weil sie auch abhängige Gebiete und nicht allgemein anerkannte Staaten wie Kosovo oder Transnistrien aufführen. Die Schwankung zeigt: Es gibt keine offizielle, weltweit einheitliche Liste.

Der Trade-off

Je genauer man zählt, desto mehr Interpretationsspielraum entsteht. Für den Alltag reicht die UN-Zahl 44 – wer mehr Details braucht, muss die Kriterien kennen.

Für die Praxis gilt: Die UN-Zahl 44 ist der geografische Basissatz, politische Institutionen zählen anders.

Welche 27 Länder gehören zu Europa?

Liste der EU-Mitgliedstaaten 2026

Die Europäische Union (politisch-wirtschaftlicher Verbund) besteht aus 27 Mitgliedern. Seit dem Brexit 2020 ist das Vereinigte Königreich nicht mehr dabei. Die 27 Länder sind: Belgien, Bulgarien, Dänemark, Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Irland, Italien, Kroatien, Lettland, Litauen, Luxemburg, Malta, Niederlande, Österreich, Polen, Portugal, Rumänien, Schweden, Slowakei, Slowenien, Spanien, Tschechien, Ungarn und Zypern.

Beitrittskandidaten und mögliche Erweiterung

Fünf Länder sind offizielle Beitrittskandidaten: Albanien, Montenegro, Serbien, Nordmazedonien und die Türkei (Wikipedia – EU-Erweiterung). Bosnien und Herzegowina sowie der Kosovo gelten als potenzielle Kandidaten. Eine Aufnahme würde die Zahl der EU-Mitglieder wieder über 27 steigen lassen.

Das 28. Mitglied – Austritt von Großbritannien

Kroatien trat 2013 als 28. Land der EU bei (Wikipedia – EU-Erweiterung). Doch bereits 2016 stimmte das Vereinigte Königreich für den Austritt, der am 31. Januar 2020 vollzogen wurde. Seitdem hat die EU 27 Mitglieder. Die Geschichte der EU-Erweiterung zeigt, wie dynamisch die Zahl ist.

Das Muster: Jede Erweiterung veränderte die politische Landschaft Europas – von 6 Gründungsmitgliedern 1957 auf 28 im Jahr 2013, heute 27.

Die EU-Mitgliederzahl ist nicht statisch: Der Brexit reduzierte sie von 28 auf 27, neue Beitritte könnten sie wieder erhöhen.

Hat der Europarat 46 oder 47 Mitglieder?

Aktuelle Mitgliederzahl: 46

Der Europarat (Menschenrechtsorganisation) gibt offiziell 46 Mitgliedstaaten an. Diese Zahl ist seit März 2022 gültig, als Russland nach seinem Angriff auf die Ukraine ausgeschlossen wurde (Wikipedia – Council of Europe (freies Nachschlagewerk)). Zuvor waren es 47.

Warum 46 und nicht 47? – Russlands Ausschluss

Russland war Mitglied des Europarats seit 1996. Nach der Annexion der Krim 2014 gab es bereits Sanktionen. Der endgültige Ausschluss erfolgte 2022. Belarus ist kein Mitglied (Wikipedia – Mitgliedstaaten des Europarats (freies Nachschlagewerk)). Somit bleibt der Europarat bei 46 – eine dauerhafte Reduktion.

Mitglieder des Europarats

Die Mitgliederliste umfasst fast alle Staaten mit Territorium in Europa. Die 46 Länder reichen von Island bis zur Türkei, von Portugal bis zu den baltischen Staaten. Die EU-Länder sind alle vertreten, plus 19 weitere wie Norwegen, Schweiz, Ukraine und Georgien.

Die Konsequenz: Wer die Zahl 47 verwendet, muss erklären, dass es sich um den historischen Stand vor 2022 handelt.

Wer war das 28. Mitglied der EU?

Kroatien – Beitritt 2013

Kroatien trat der Europäischen Union am 1. Juli 2013 bei (Wikipedia – EU-Erweiterung). Es war das 28. Mitglied – und ist es faktisch nicht mehr, weil die EU heute 27 zählt. Der Beitritt war der Abschluss langer Verhandlungen, die 2005 begannen.

Warum die Zahl 28 nicht mehr aktuell ist

Nach dem Beitritt Kroatiens hatte die EU kurzzeitig 28 Mitglieder. Doch am 31. Januar 2020 verließ das Vereinigte Königreich die Union. Seitdem wird die EU offiziell als Verbund von 27 Ländern bezeichnet. Der Brexit reduzierte die Zahl dauerhaft.

EU-Erweiterungsgeschichte

Die Entwicklung der EU von 6 auf 28 und zurück auf 27 zeigt, wie politische Dynamiken die Landkarte verändern.

Die Zahl 28 existiert nur historisch – heute hat die EU 27 Mitglieder, und Kroatien bleibt das jüngste beigetretene Land.

Zeitleiste der EU-Erweiterungen

  • 1957 – Gründung der EWG mit 6 Mitgliedern (Britannica – Europäische Union)
  • 1973 – Beitritt von Dänemark, Irland, Vereinigtes Königreich (Wikipedia – EU-Erweiterung)
  • 1981 – Beitritt Griechenlands (Wikipedia – EU-Erweiterung)
  • 1986 – Beitritt Portugals und Spaniens (Wikipedia – EU-Erweiterung)
  • 1995 – Beitritt Österreichs, Finnlands, Schwedens (Wikipedia – EU-Erweiterung)
  • 2004 – Osterweiterung um 10 Länder (Wikipedia – EU-Erweiterung)
  • 2007 – Beitritt Bulgariens und Rumäniens (Wikipedia – EU-Erweiterung)
  • 2013 – Kroatien wird 28. Mitglied (Wikipedia – EU-Erweiterung)
  • 2020 – Brexit – EU hat 27 Mitglieder (GOV.UK – EU/EEA)

Bestätigte Fakten vs. Unklarheiten

Bestätigte Fakten

  • Die EU hat 27 Mitgliedstaaten (EU – offizielle Liste)
  • Der Europarat hat 46 Mitglieder (Stand 2025) (Europarat – 46 Mitgliedstaaten)
  • Kroatien trat 2013 der EU bei (Wikipedia – EU-Erweiterung)
  • Der Europarat ist unabhängig von der EU (World Population Review (Demografie-Portal))

Was unklar ist

  • Status des Kosovo (von einigen anerkannt, von anderen nicht)
  • Zugehörigkeit von Zypern (geografisch Asien, politisch Europa)
  • Geografische Grenze zwischen Europa und Asien (Kaukasusregion)
  • Einbeziehung von Mikrostaaten wie Vatikanstadt, Monaco, San Marino in Zählungen
  • UN-Zählung 44 – abhängig von regionaler Einteilung (Worldometer – Worldometer)

Stimmen zur Einordnung

„Die Europäische Union ist eine wirtschaftliche und politische Union von 27 Ländern.“

Europäische Union (offizielle Selbstdarstellung)

„Die Liste der Staaten Europas führt derzeit 46 souveräne Staaten und einige abhängige Gebiete auf.“

Wikipedia (freies Nachschlagewerk)

Für Leser in Deutschland, Österreich und der Schweiz ist die Unterscheidung zwischen EU, Europarat und geografischem Europa mehr als akademisch: Sie entscheidet mit, ob etwa die Schweiz, Norwegen oder die Türkei in einem bestimmten Kontext als europäisch gelten. Die Konsequenz: Wer eine klare Zahl braucht, muss zuerst die eigene Definition wählen – 27 für die EU, 44 für die UN-Perspektive oder 46 für den Europarat. Alles andere führt in die Irre.

Für eine detaillierte Liste aller 47 europäischen Länder mit Karten und EU-Status bietet dieser Beitrag eine ausgezeichnete Ergänzung zur Länderanzahl Europas.

Häufig gestellte Fragen

Welche Länder liegen in Skandinavien?

Skandinavien umfasst traditionell Dänemark, Norwegen und Schweden. Manchmal werden auch Finnland und Island dazugezählt (Nordische Länder).

Ist die Türkei ein europäisches Land?

Geografisch liegt die Türkei zu einem kleinen Teil in Südosteuropa (Ostthrakien), der Hauptteil in Asien. Politisch ist sie assoziiert, aber kein EU-Mitglied.

Was ist der Unterschied zwischen Europarat und Europäischer Union?

Der Europarat ist eine internationale Organisation für Menschenrechte und Demokratie (46 Mitglieder). Die EU ist ein wirtschaftlich-politischer Verbund mit 27 Mitgliedern und eigener Gesetzgebung.

Welche Länder gehören zur Eurozone?

20 der 27 EU-Länder haben den Euro als Währung, darunter Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien und die Niederlande.

Welche Länder sind nicht in der EU, aber in Europa?

Beispiele: Norwegen, Schweiz, Island, Liechtenstein, Vereinigtes Königreich, Ukraine, Belarus, Moldawien, Serbien, Bosnien und Herzegowina, Montenegro, Nordmazedonien, Albanien, Kosovo.

Wie viele Länder hat Europa 2026?

Es gibt keine offizielle Zahl. Nach UN 44, nach Europarat 46, nach inoffiziellen Zählungen bis zu 49.

Welche Länder gehören zum Schengen-Raum?

27 Länder, darunter die meisten EU-Staaten plus Norwegen, Island, Schweiz und Liechtenstein. Nicht alle EU-Länder sind dabei (z.B. Irland, Rumänien, Bulgarien).



Niklas Florian Schneider

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