Vor dem Schreiben von „des Weiteren” in einem Brief oder einer E-Mail stellt sich fast allen die Frage, ob das wirklich richtig ist oder ob es doch zusammen und klein geschrieben wird. Die gute Nachricht: Die korrekte Schreibweise ist klar definiert, und mit dem richtigen Wissen gehört die Unsicherheit der Vergangenheit an. Nach Duden gibt es nur eine einzige korrekte Form, die sich seit der Rechtschreibreform 1996 nicht verändert hat.

Korrekte Schreibweise: des Weiteren ·
Groß- oder Kleinschreibung: Weiteren groß ·
Getrennt oder zusammen: Immer getrennt ·
Autoritative Quelle: Duden ·
Häufiger Fehler: desweiteren

Kurzüberblick

1Bestätigte Fakten
  • Die einzig korrekte Schreibweise ist „des Weiteren” (Duden)
  • „Weiteren” wird großgeschrieben, weil es substantiviert ist (Duden)
  • Die Getrenntschreibung ist Pflicht (korrekturen.de)
2Was unklar ist
  • Exakte Komma-Nutzung in allen Satzkontexten nicht vollständig dokumentiert
  • Regionale Unterschiede in Österreich und Schweiz kaum erforscht
3Zeitleisten-Signal
  • Vor 1996 war „des weiteren” mit Kleinschreibung erlaubt (Schülerhilfe)
  • Seit 1996 ist „des Weiteren” die verbindliche Schreibweise (Duden)
4Wie es weitergeht
  • Die Falschschreibweise „desweiteren” bleibt hartnäckig verbreitet (Duden – Häufige Fehler)
  • Mehr Aufklärung kann die Fehlerquote in formellen Texten senken (Duden – Häufige Fehler)

Die folgenden Merkmale ergeben sich direkt aus dem Duden-Eintrag und den geltenden Rechtschreibregeln:

Merkmal Wert
Richtige Form des Weiteren
Großschreibung Weiteren (substantiviert)
Schreibweise Getrennt
Duden-Regel D 72
Synonyme außerdem, auch, daneben

Ist „des Weiteren” oder „desweiteren” die korrekte Schreibweise?

Nach dem Duden ist die Antwort eindeutig: „des Weiteren” ist die einzige korrekte Schreibweise. Die Variante „desweiteren” gilt als Falschschreibweise und wird vom Duden in der Kategorie „häufige Fehler” geführt. Auch „des weiteren” mit Kleinschreibung entspricht nicht mehr den aktuellen Regeln der deutschen Rechtschreibung.

Großschreibung von „Weiteren”

Das Wort „Weiteren” wird großgeschrieben, weil es sich um ein substantiviertes Adjektiv handelt. Das bedeutet, dass das normale Adjektiv „weiter” hier wie ein Substantiv verwendet wird. Man erkennt das daran, dass „Weiteren” im Genitiv steht und einen bestimmten Artikel verlangt – typisch für Substantive.

Getrenntschreibung von „des” und „Weiteren”

Die Schreibweise ist grundsätzlich getrennt, weil es sich um zwei verschiedene Wortarten handelt: den Artikel „des” und das substantivierte Adjektiv „Weiteren”. Zwei verschiedene Wortarten werden laut deutschen Rechtschreibregeln niemals zusammengeschrieben.

Fazit: Verwende ausschließlich „des Weiteren” mit großem W und Getrenntschreibung. Jede andere Variante ist nach aktuellem Duden falsch.

Wie schreibt man „des Weiteren” richtig?

Die korrekte Schreibweise besteht aus dem Artikel „des” (kleingeschrieben, außer am Satzanfang) und dem substantivierten Adjektiv „Weiteren” (großgeschrieben). Diese Regelung gilt verbindlich seit der Rechtschreibreform 1996.

Regeln nach neuer Rechtschreibung

  • „Des” wird nur am Satzanfang großgeschrieben (wie bei allen Artikeln)
  • „Weiteren” ist immer großzuschreiben, weil es substantiviert ist
  • Die Getrenntschreibung ist Pflicht

Vergleich alter und neuer Rechtschreibung

Vor der Rechtschreibreform 1996 war tatsächlich auch die Schreibweise „des weitere” mit Kleinschreibung erlaubt. Mit der Reform wurde die Großschreibung des substantivierten Adjektivs verbindlich vorgeschrieben. Diese Änderung betraf zahlreiche ähnliche Konstruktionen in der deutschen Sprache.

Was zu beachten ist

Zwei verschiedene Wortarten werden niemals zusammengeschrieben – das ist die grundlegende Regel hinter der Getrenntschreibung von „des Weiteren”.

Warum wird „des Weiteren” großgeschrieben?

Die Großschreibung von „Weiteren” folgt einem einfachen grammatikalischen Prinzip: Substantivierte Wörter werden in der deutschen Sprache immer großgeschrieben. Das Adjektiv „weiter” erhält in dieser Konstruktion den Status eines Substantivs.

Grammatikalische Begründung

Das Wort „weiter” kann als normales Adjektiv verwendet werden („ein weiterer Weg”) oder als Substantiv, wenn es mit einem Artikel versehen wird und eine nominale Funktion übernimmt. In „des Weiteren” hat „Weiteren” keine adjektivische Funktion mehr, sondern fungiert als Substantiv – daher die Großschreibung.

Duden-Erklärung

Der Duden erläutert in seiner Wörterbucheintragung, dass „Weiteren” substantiviert wird und deshalb großgeschrieben werden muss. Diese Erklärung findet sich sowohl im Haupteintrag als auch in den Erklärungen zu häufigen Fehlern.

Die richtige Schreibweise der Formulierung ist „des Weiteren”. „Des Weiteren” wird also getrennt geschrieben und „Weiteren” groß.

StudySmarter (Bildungsplattform)

Was kann man statt „des Weiteren” schreiben?

Es gibt zahlreiche Alternativen, die je nach Formalität und Kontext verwendet werden können. Die Wahl hängt davon ab, ob der Text gehoben oder umgangssprachlich sein soll.

Synonyme wie „außerdem”, „daneben”

Für die Alltagssprache eignen sich: „außerdem”, „auch”, „zusätzlich”, „dann”. Diese Wörter haben denselben Sinn und klingen natürlicher in informellen Texten. In der Schülerhilfe werden diese Synonyme als gängige Alternativen genannt.

Alternativen: „darüber hinaus”

Für gehobene Texte bieten sich an: „darüber hinaus”, „ferner”, „weiterhin”, „daneben”. Diese Wörter wirken formeller und eignen sich besser für akademische Texte, Briefe oder geschäftliche Korrespondenz. Sie transportieren dieselbe Bedeutung wie „des Weiteren”, vermeiden aber die häufige Unsicherheit bei der Schreibweise.

Praxis-Tipp

Wer sich bei „des Weiteren” unsicher fühlt, kann problemlos auf „außerdem” oder „darüber hinaus” ausweichen – beide sind gleichwertig und vermeiden potenzielle Fehler.

Ist „des Weiteren” oder „desweiteren” am Satzanfang richtig?

Am Satzanfang gilt dieselbe Regel wie im Satzinneren: „Des Weiteren” wird großgeschrieben, weil „Des” als erster Buchstabe des Satzes steht. Das ist bei allen Artikeln der Fall – im Deutschen werden sie nur am Satzanfang großgeschrieben.

Satzanfang mit Großschreibung

Beginnt ein Satz mit „des Weiteren”, schreibt man also „Des Weiteren” mit großem D. Der Rest bleibt unverändert: „Des Weiteren möchte ich noch auf einen weiteren Punkt hinweisen.”

Komma-Verwendung

Nach „des Weiteren” steht kein Komma, wenn der Ausdruck am Satzanfang steht. In der Mitte des Satzes kann ein Komma folgen, je nach Satzstruktur. StudySmarter bestätigt, dass am Satzanfang kein Komma nötig ist.

Du verwendest „des Weiteren”, wenn du im Satz oder Teilsatz zuvor schon einen Aspekt angesprochen hast.

Schülerhilfe (Nachhilfeplattform)

Was sind die häufigsten Fehler bei „des Weiteren”?

Neben der bekannten Falschschreibung „desweiteren” gibt es noch weitere Varianten, die regelmäßig verwechselt werden. Diese Fehler entstehen meist durch Unsicherheit über die korrekte Groß- und Kleinschreibung.

  • „desweiteren” – zusammen und klein: Falsch, vom Duden als häufiger Fehler dokumentiert
  • „desweitern” – zusammen mit n am Ende: Ebenfalls falsch
  • „des weitere” – getrennt und klein: Nach neuer Rechtschreibung nicht korrekt
  • „des weitern” – groß und getrennt: Nicht korrekt

Der Duden listet diese Fehler explizit auf und verweist bei jeder Falschschreibweise auf die korrekte Form „des Weiteren”. Das macht den Eintrag zu einer wichtigen Anlaufstelle für alle, die sich absichern möchten.

Warnung

In der gesprochenen Sprache können Groß- und Kleinschreibung sowie Zusammen- und Getrenntschreibung nicht gehört werden. Deshalb ist die Unsichtbarkeit der Unterscheidung ein Grund für die hohe Fehlerquote in formellen Texten.

Verwandte Beiträge

Wer „des Weiteren” korrekt verwendet, zeigt sprachliche Sorgfalt und kennt die aktuellen Regeln der deutschen Rechtschreibung. Für formelle Texte – ob Bewerbung, geschäftliche E-Mail oder akademische Arbeit – ist die richtige Schreibweise ein Zeichen von Professionalität. Und mit dem Wissen aus diesem Artikel gehört die Unsicherheit der Vergangenheit an.

Häufig gestellte Fragen

Was ist die Bedeutung von „des Weiteren”?

„Des Weiteren” bedeutet „außerdem”, „darüber hinaus” oder „zusätzlich”. Es wird verwendet, um einen weiteren Aspekt einzuleiten, nachdem zuvor bereits ein Punkt angesprochen wurde. Die Bedeutung entspricht dem Duden-Eintrag, der „des Weiteren” als Synonym für „außerdem” führt.

Wie verwendet man „des Weiteren” mit Komma?

Am Satzanfang wird kein Komma nach „des Weiteren” gesetzt. Im Satzinneren hängt es von der Satzstruktur ab. Grundsätzlich folgt „des Weiteren” den normalen Kommaregeln der deutschen Sprache, ohne dass eine spezielle Regel für diesen Ausdruck gilt.

Welche Beispiele gibt es für „des Weiteren”?

„Ich habe die Deadline verschoben. Des Weiteren habe ich den gesamten Text überarbeitet.” oder „Das Angebot ist gültig bis zum 15. März. Des Weiteren gelten unsere AGB.”

Was sagt der Duden zu „desweiteren”?

Der Duden führt „desweiteren” als häufigen Fehler und verweist auf die korrekte Schreibweise „des Weiteren”. Der Eintrag ist unter den häufigen Fehlern dokumentiert und gilt als Falschschreibweise nach aktueller deutscher Orthografie.

Ist „desweiteren” in der alten Rechtschreibung erlaubt?

Nein, auch in der alten Rechtschreibung war „desweiteren” nicht korrekt. Was erlaubt war, war „des weitere” mit Kleinschreibung. Die Zusammenschreibung war immer falsch.

Darf man „des Weiteren” zusammen schreiben?

Nein, niemals. „des Weiteren” besteht aus zwei verschiedenen Wortarten (Artikel und substantiviertes Adjektiv), die laut deutscher Rechtschreibung grundsätzlich getrennt geschrieben werden. Das gilt für alle ähnlichen Konstruktionen.

Sind „außerdem” und „des Weiteren” austauschbar?

Ja, in den meisten Kontexten sind beide Wörter austauschbar. „Außerdem” ist umgangssprachlicher, „des Weiteren” wirkt formeller. In wissenschaftlichen Texten oder geschäftlicher Korrespondenz wird oft „des Weiteren” bevorzugt.


Weitere Quellen

bachelorprint.de, scribbr.de, chip.de

Neben der korrekten Schreibweise von des Weiteren ist auch wie man richtig zitiert essenziell, um Plagiate in Aufsätzen zu vermeiden.